Lassen Sie mich Ihnen eine andere Art von „Zahnschmerzen“ zeigen – Trigeminusneuralgie

Lassen Sie mich Ihnen eine andere Art von „Zahnschmerzen“ zeigen – Trigeminusneuralgie

Autor: Fang Yanbo, Das erste angeschlossene Krankenhaus der Universität Zhengzhou

Gutachter: Luo Zhiyi, stellvertretender Chefarzt, Erstes angeschlossenes Krankenhaus der Universität Zhengzhou

Um die Schwere von Zahnschmerzen zu beschreiben, verwenden die Leute oft das Sprichwort „Zahnschmerzen sind keine Krankheit, aber sie tun höllisch weh“. Wussten Sie? Es gibt noch eine andere Art von Schmerz: die Trigeminusneuralgie, die viel schmerzhafter ist als Zahnschmerzen und als „der schmerzhafteste Schmerz der Welt“ bekannt ist. Obwohl dieser Schmerz nicht tödlich ist, ist er sehr hartnäckig und tritt häufig auf. Er verursacht großen Schaden und großes Leid für die körperliche und geistige Gesundheit des Patienten und beeinträchtigt seine Lebensqualität ernsthaft.

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1. Was ist Trigeminusneuralgie?

Eine Trigeminusneuralgie ist meist durch wiederkehrende, kurzzeitige, starke und wie ein elektrischer Schlag wirkende Schmerzen im Versorgungsgebiet des Trigeminusnervs im Gesicht gekennzeichnet. Die Hauptmanifestation besteht in wiederkehrenden Anfällen einseitiger Gesichtsschmerzen, die von Sekundenbruchteilen bis zu zwei Minuten andauern und von Schmerzen mit einer Intensität wie bei einem elektrischen Schlag begleitet werden, beispielsweise stechende, stechende oder scharfe Schmerzen, und durch harmlose Reize ausgelöst werden. Manche Patienten kauen während eines Anfalls oft ununterbrochen, was zu reflexartigen Zuckungen der Gesichtsmuskulatur auf der gleichen Seite, sogenannten schmerzhaften Tics, führen kann. Es gibt einige besonders empfindliche Bereiche im Gesicht, wie etwa die Lippen, die Seiten der Zunge und die Außenseite der Nase. Durch das Berühren dieser Punkte können leicht Schmerzen ausgelöst werden, die als Triggerpunkte oder Triggerpunkte bezeichnet werden. Sogar Sprechen, Essen, Gesicht waschen, Zähne putzen oder Wind kann einen Schmerzanfall auslösen, sodass die Betroffenen oft fälschlicherweise denken, es handele sich um Zahnschmerzen, und zur Behandlung in die Zahnarztpraxis gehen.

2. Wer leidet am wahrscheinlichsten an Trigeminusneuralgie?

Die Krankheit tritt häufiger bei Menschen mittleren und höheren Alters auf, wobei das höchste Erkrankungsalter zwischen 40 und 50 Jahren liegt. Frauen sind häufiger von der Krankheit betroffen als Männer, darunter Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes, Hyperlipidämie, Gefäßsklerose und Multipler Sklerose.

3. Welche Arten von Trigeminusneuralgie gibt es?

Basierend auf der Ätiologie wird es in drei Kategorien unterteilt: klassisch, sekundär oder idiopathisch.

(1) Klassischer Typ: Dies ist der häufigste Typ und macht 75 % der Fälle aus. Wenn morphologische Veränderungen wie eine Kompression des Trigeminusnervs und der Blutgefäße vorliegen und von ipsilateralen Schmerzen begleitet werden, wird der klassische Typ diagnostiziert. Um die Beziehung des Trigeminusnervs zu den umgebenden Blutgefäßen darzustellen, kann eine Magnetresonanzangiographie durchgeführt werden.

(2) Sekundär: Macht etwa 15 % der Fälle aus und wird durch identifizierbare neurologische Grunderkrankungen (ausgenommen Gefäßkompression des Trigeminusnervs) verursacht, wie etwa Kleinhirnbrückenwinkeltumoren, arteriovenöse Missbildungen und Multiple Sklerose.

(3) Idiopathisch: macht etwa 10 % der Fälle aus und wird diagnostiziert, wenn es keine offensichtliche Ursache für die Trigeminusneuralgie gibt.

4. Wie wird Trigeminusneuralgie behandelt?

Zu den Behandlungsprinzipien zählen die kausale Behandlung und die symptomatische Behandlung.

(1) Wenn die Krankheit durch andere Krankheiten verursacht wird, sollte die Primärkrankheit aktiv behandelt und die Ursache entsprechend behandelt werden.

(2) Die Behandlung der klassischen und idiopathischen Trigeminusneuralgie zielt auf eine symptomatische Schmerzlinderung ab. Die medikamentöse Behandlung ist die erste Wahl und eignet sich für Erstpatienten, ältere Patienten und diejenigen, die für eine Operation nicht geeignet oder nicht bereit sind. Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehören Carbamazepin, Oxcarbazepin, Pregabalin, Gabapentin, Baclofen usw. Chirurgische Eingriffe sind Patienten vorbehalten, die auf eine medikamentöse Therapie nicht ansprechen oder diese nicht ausreichend vertragen. In resistenten Fällen ist die mikrovaskuläre Dekompression des Trigeminusnervs das Verfahren der ersten Wahl bei Patienten mit klassischer Trigeminusneuralgie, während bei idiopathischer Trigeminusneuralgie eine Nervenablation und eine mikrovaskuläre Dekompression in Betracht gezogen werden können.

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5. Wie kann man einer Trigeminusneuralgie vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen bei Trigeminusneuralgie:

(1) Nehmen Sie die Medikamente pünktlich und gemäß den Anweisungen Ihres Arztes ein, um das „Rebound“-Phänomen zu vermeiden.

(2) Reduzieren Sie die Stimulation. Essen, Zähneputzen und andere Handlungen sollten sanft erfolgen, um eine Stimulation des „Triggerpunkts“ zu vermeiden.

(3) Ernähren Sie sich leicht. Essen Sie leichte, leicht zu kauende Kost und vermeiden Sie reizende und kalte Speisen.

(4) Gönnen Sie sich regelmäßig Ruhe und einen geregelten Tagesablauf, vermeiden Sie Müdigkeit, sorgen Sie für eine ruhige Umgebung und schlafen Sie ausreichend.

(5) Seien Sie fröhlich: Bewahren Sie eine gute geistige Verfassung und emotionale Stabilität und vermeiden Sie geistige Stimulation.

(6) Halten Sie Kopf und Gesicht warm und vermeiden Sie übermäßige Kälte oder Hitze.

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