Welt-Sepsis-Tag 2024: Kognition vertiefen, Diagnose und Behandlung optimieren und gemeinsam eine gesunde Zukunft gestalten

Welt-Sepsis-Tag 2024: Kognition vertiefen, Diagnose und Behandlung optimieren und gemeinsam eine gesunde Zukunft gestalten

Der 13. September 2024 ist der 13. Welt-Sepsis-Tag. Das Thema dieses Jahres lautet: „Zeit zu handeln: Globale Einheit durch Sepsis-Bewusstsein“. Sepsis ist ein komplexer Entzündungsprozess und ein wesentlicher Faktor, der weltweit zur erhöhten Morbidität und Mortalität beiträgt. Schätzungen zufolge kommt es weltweit jedes Jahr zu etwa 20 bis 30 Millionen Fällen von Sepsis, und fast alle 3 bis 4 Sekunden stirbt ein Mensch.

Was ist Sepsis?

Sepsis ist eine schwere Infektionskrankheit. Es handelt sich um eine systemische Entzündungsreaktion, die durch eine starke Immunreaktion verursacht wird, nachdem Bakterien, Pilze, Viren oder andere pathogene Mikroorganismen in den menschlichen Körper eindringen. Es kann zu langfristigen, dauerhaften Schäden an den Organfunktionen kommen. Wenn eine Hypotonie auftritt und nicht umgehend korrigiert wird, kann es beim Patienten zu einem septischen Schock kommen, der äußerst lebensbedrohlich ist. Eine Sepsis bedroht nicht nur das Leben des Patienten, sondern kann bei den Überlebenden auch bleibende Schäden hinterlassen, wie etwa Organschäden, körperliche Funktionsstörungen und kognitive Dysfunktion.

Hauptrisikofaktoren für Sepsis

Die Kenntnis dieser Risikofaktoren kann Ihnen dabei helfen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Um die Entwicklung einer Sepsis zu verhindern, ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen einer Infektion umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

1. Alter: Säuglinge und ältere Menschen sind anfälliger für Sepsis, da ihr Immunsystem möglicherweise nicht so stark ist wie das gesunder Erwachsener.

2. Chronische Erkrankungen: Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Krebs oder AIDS sind aufgrund ihres geschwächten Immunsystems anfälliger für Infektionen.

3. Geschwächtes Immunsystem: Unabhängig davon, ob es sich um eine angeborene Immunschwäche oder eine durch eine medikamentöse Behandlung (wie etwa Chemotherapie oder Langzeitanwendung von Kortikosteroiden) verursachte Immunsuppression handelt, erhöht sich das Infektionsrisiko.

4. Schwere Traumata oder Verbrennungen: Wenn der Körper schwere Traumata oder großflächige Verbrennungen erlitten hat, ist die Funktion der Haut als natürliche Barriere beschädigt, wodurch Infektionen leichter in den Körper eindringen können.

5. Krankenhausaufenthalt: Ein längerer Krankenhausaufenthalt, insbesondere auf der Intensivstation, erhöht das Risiko einer Exposition gegenüber multiresistenten Bakterien. Auch die Verwendung zentraler Venenkatheter oder anderer medizinischer Geräte erhöht das Infektionsrisiko.

6. Operation: Bei jedem chirurgischen Eingriff besteht das Risiko einer Infektion, insbesondere wenn es sich um einen komplexen Eingriff handelt oder innere Organe betroffen sind.

7. Unterernährung: Unterernährung kann das Immunsystem schwächen und Menschen anfälliger für Infektionen machen.

8. Sonstiges: Schlechte Lebensgewohnheiten wie Alkoholismus und Rauchen können das Sepsisrisiko ebenfalls erhöhen.

Symptome einer Sepsis

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder jemand anderes an einer Sepsis erkrankt sein könnte, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Um eine Verschlechterung des Zustands zu verhindern, sind eine schnelle Diagnose und Behandlung von entscheidender Bedeutung. Im Krankenhaus verwenden Ärzte die oben genannten Symptome in Verbindung mit Labortests und anderen Diagnoseinstrumenten, um das Vorhandensein einer Sepsis zu bestätigen und ihren Schweregrad einzuschätzen.

1. Fieber oder Unterkühlung: Menschen mit Sepsis können hohes Fieber oder eine ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur haben.

2. Erhöhte Herzfrequenz: Eine erhöhte Herzfrequenz kann eines der ersten Anzeichen einer Sepsis sein.

3. Kurzatmigkeit: Schnelle Atmung oder Atembeschwerden können ein Anzeichen für eine Sepsis sein.

4. Bewusstseinsveränderung: Der Patient fühlt sich möglicherweise verwirrt, schläfrig oder schwer erweckbar.

5. Hypotonie: Wenn sich der Zustand des Patienten verschlechtert, kann es zu Hypotonie kommen, einem Vorläufer eines septischen Schocks.

6. Schüttelfrost und Schweißausbrüche: Dies ist eine häufige Reaktion des Körpers, der versucht, eine Infektion zu bekämpfen.

7. Verminderte Urinausscheidung: Eine verminderte Urinausscheidung kann aufgrund einer verminderten Durchblutung der Nieren auftreten.

8. Hautveränderungen: Die Haut kann blass, kalt, feucht oder fleckig werden.

9. Extreme Müdigkeit oder Schwäche: Sich sehr müde und schwach zu fühlen, ist eines der häufigsten Symptome einer Sepsis.

10. Übelkeit oder Erbrechen: Diese Symptome treten manchmal bei einer Sepsis auf.

Früherkennung und Behandlung einer Sepsis

Um die Prognose von Patienten mit Sepsis zu verbessern, sind eine frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Behandlung von entscheidender Bedeutung. Studien haben gezeigt, dass die Überlebensrate eines Patienten durch die Gabe von Antibiotika innerhalb der ersten Stunde nach der Diagnose auf fast 80 % gesteigert werden kann, während die Überlebensrate mit jeder Stunde Verzögerung der Behandlung um etwa 7,6 % sinkt. Ebenso wichtig ist die Wahl der Erstbehandlung. Die Verwendung des falschen Antibiotikums kann die Überlebenschancen eines Patienten um das bis zu Fünffache verringern. Angesichts der Tatsache, dass die Sterblichkeitsrate bei Sepsis von Stunde zu Stunde steigt, ist Zeit für die Behandlung von entscheidender Bedeutung und die frühzeitige Erkennung einer Sepsis ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Behandlung.

Bis heute stellt die Sepsis eine große Herausforderung für die globale öffentliche Gesundheit dar. Indem wir unser Verständnis der Sepsis vertiefen, können wir die damit verbundenen Gesundheitsrisiken wirksam reduzieren. Lassen Sie uns das Bewusstsein für Sepsis schärfen, die Verbreitung des Wissens verstärken, die Früherkennung und rechtzeitige Intervention bei Sepsis fördern und mehr Leben retten.

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