Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D ... Verstehen Sie die Erkennung einer Virushepatitis in einem Artikel

Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D ... Verstehen Sie die Erkennung einer Virushepatitis in einem Artikel

Autor: Lou Jinli, Forscher/Professor, Beijing You'an Hospital, Capital Medical University

Gutachter: Wang Lixiang, Chefarzt, Drittes Medizinisches Zentrum, Allgemeines Krankenhaus der Volksbefreiungsarmee

Der 10. Vorsitzende der Abteilung für Wissenschaftspopularisierung der Chinesischen Ärztevereinigung

In der Medizin ist die Virushepatitis eine weit verbreitete Infektionskrankheit, deren Diagnose und Behandlung schon immer große Aufmerksamkeit erregt haben. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Medizintechnik werden die Testmethoden für Virushepatitis immer genauer und vielfältiger.

Der Nachweis von HBV-DNA mittels PCR-Technologie kann als direkter Beweis einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) dienen. Wenn die HBV-DNA positiv ist, bedeutet dies, dass der Patient mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert ist und sich das Virus in einem replizierenden Zustand befindet. Zu beachten ist, dass der HBV-DNA-Wert keinen direkten Rückschluss auf die Schwere der Erkrankung zulässt. Während der Immuntoleranzphase beispielsweise kommt es trotz hoher Virusreplikationsrate nicht zu einer Schädigung der Leberzellen und die Leberfunktion bleibt normal. Daher kann der HBV-DNA-Wert nur als Referenz für den viralen Replikationsstatus verwendet werden und ist keine Grundlage zur Beurteilung der Schwere der Erkrankung.

Der Nachweis von HBV-DNA spielt bei der klinischen Behandlung von Hepatitis B eine wichtige Rolle. Erstens kann er Ärzten vor der Behandlung helfen, den Replikationsstatus des Virus im Körper des Patienten zu verstehen und Basisdaten für die Formulierung von Behandlungsplänen bereitzustellen. Zweitens kann während des Behandlungsprozesses die Wirksamkeit des Medikaments durch Überwachung der Veränderungen der HBV-DNA beurteilt werden. Sinkt der HBV-DNA-Wert deutlich, ist die Behandlung wirksam; Sinkt der Wert hingegen zunächst und steigt er dann wieder an, kann es sein, dass das Virus eine Resistenz gegen das Medikament entwickelt hat und der Behandlungsplan rechtzeitig angepasst werden muss. Schließlich kann der HBV-DNA-Nachweis auch am Ende der Therapie eine wichtige Grundlage für die Entscheidung über ein Absetzen der Medikation sein. Erst wenn keine HBV-DNA mehr nachweisbar ist und nach einer gewissen Überwachungsphase, kann ein Absetzen der Medikamente in Erwägung gezogen werden.

Abbildung 1 Original-Copyright-Bild, keine Erlaubnis zum Nachdruck

Der Nachweis von HBV-DNA ist jedoch nicht statisch. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Nachweistechnologie sind hochempfindliche Nukleinsäuretests entstanden. Dabei kommen empfindlichere Reagenzien zum Einsatz und es können geringere Konzentrationen viraler Nukleinsäure nachgewiesen werden. Der ultrasensitive Nukleinsäurenachweis verbessert nicht nur die Nachweisgenauigkeit, sondern bietet auch die Möglichkeit zur Diagnose einer latenten HBV-Virusinfektion. Darüber hinaus bieten hochsensitive Nukleinsäuretests auch eine zuverlässigere Grundlage für Fragen wie die Reaktivierung des Virus bei immungeschwächten Patienten und den Zeitpunkt des Beginns einer antiviralen Behandlung.

Es ist zu beachten, dass selbst wenn das HBV-DNA-Testergebnis negativ ist, dies nicht bedeutet, dass die Möglichkeit einer HBV-Infektion vollständig ausgeschlossen ist. Wenn beispielsweise beim Hepatitis-B-Test mit fünf Fragen das Oberflächenantigen (HBsAg) positiv und das HBV-DNA-Testergebnis negativ ist, kann dies darauf hinweisen, dass sich das Virus in einem inaktiven Replikationszustand befindet und der Patient möglicherweise ein inaktiver HBV-Träger ist. Darüber hinaus kann diese Situation auch während der Erholungsphase nach einer antiviralen Behandlung oder zu einem bestimmten Zeitpunkt während einer natürlichen Infektion auftreten. Daher müssen Ärzte in solchen Situationen die klinischen Manifestationen und andere Labortestergebnisse des Patienten umfassend berücksichtigen, um einen angemessenen Nachsorgeplan zu entwickeln.

Neben dem HBV-DNA-Test ist auch ein weiterer Biomarker namens Prä-S1-Antigen von großem Wert. Das Pre-S1-Antigen ist Teil des HBV-Hüllproteins und steht in engem Zusammenhang mit der Virusinfektion, Replikation und Induktion der Immunantwort des Wirts. Im Vergleich zu herkömmlichen serologischen Markern kann das Prä-S1-Antigen den Status einer HBV-Infektion früher widerspiegeln und eignet sich besonders für die Frühdiagnose einer akuten Infektion. Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit akuter HBV-Infektion das schnelle Verschwinden des Prä-S1-Antigens häufig auf eine gute Behandlungsaussicht hinweist. Bleibt das Prä-S1-Antigen hingegen positiv, deutet dies darauf hin, dass sich die Infektion zu einem chronischen Zustand entwickeln kann.

Abbildung 2 Original-Copyright-Bild, keine Erlaubnis zum Nachdruck

Bei den Virushepatitiserkrankungen sind neben Hepatitis B auch Hepatitis A, Hepatitis C, Hepatitis D und Hepatitis E hervorzuheben. Serologische Tests sind die wichtigste Grundlage der Diagnose von Hepatitis A und E. Durch Tests auf IgM-Antikörper gegen das Hepatitis-A-Virus und IgM-Antikörper gegen das Hepatitis-E-Virus kann festgestellt werden, ob der Patient kürzlich infiziert war. Gleichzeitig ist es in Kombination mit dem Nachweis von IgG-Antikörpern möglich, Rückschlüsse darauf zu ziehen, ob der Patient bereits einmal mit dem Virus infiziert war und wie sein aktueller Immunstatus ist.

Die Diagnose einer Hepatitis C ist komplizierter. Zusätzlich zum Antikörpertest ist auch ein HCV-RNA-Test erforderlich. Der HCV-Antikörpertest kann als Screeningtest und der HCV-RNA-Test als Bestätigungstest verwendet werden. Durch den quantitativen Nachweis von HCV-RNA kann nicht nur festgestellt werden, ob der Patient aktuell infiziert ist, sondern auch die Replikationsaktivität des Virus und die Wirksamkeit des Medikaments beurteilt werden. Ein positiver HCV-Antikörper kann falsch positiv sein oder das Virus wurde möglicherweise beseitigt, der Antikörper bleibt jedoch bestehen. Möglicherweise liegt ein negativer HCV-Antikörper im Diagnosefenster vor oder der Patient ist immungeschwächt oder immundefizient. Daher sollte die Diagnose einer Hepatitis C auf einer umfassenden Beurteilung beruhen, die auf den Ergebnissen der HCV-Antikörper und -RNA basiert.

Die Diagnose einer Hepatitis D ist relativ speziell. Da es häufig zu Überschneidungen zwischen dem Hepatitis-D-Virus und dem Hepatitis-B-Virus kommt, ist gleichzeitig mit dem Hepatitis-D-Virus-Antigen-Antikörpertest auch ein Hepatitis-B-Virus-Antigen-Antikörpertest erforderlich. Nur wenn beide positiv sind, kann eine Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus bestätigt werden.

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